Waschbärplage in Kassel


Bei den anstehenden Kommunalwahlen spielt das Thema Waschbären zwar keine große Rolle, aber viele Bürger sind von der Waschbärplage in Kassel betroffen.

Die aus Nordamerika stammenden Kleinbären, auch Waschbären genannt, wurden 1934 mit Schiffen nach Deutschland gebracht. Die ersten Tiere wurden am Edersee ausgesetzt und sie sollten zur Jagd dienen. Auch war ihr Fell sehr begehrt und sie wurden in Pelztierfarmen gezüchtet.

Dadurch, dass die flinken Waschbären bei uns keine natürlichen Feinde haben, verbreiteten sie sich sehr schnell. Heute leben in Kassel ca. 2.000 ausgewachsene Tiere.

Auf Nahrungssuche wagten sie sich immer weiter aus den Wäldern und suchten das Futter an Obstbäumen und Mülltonnen. Für manche sind sie schon eine große Plage geworden!

Durch die Aussage von Frau Gerland, einer Jägerin in Kassel, würde es nichts bringen die Wachbären zu töten, weil sie sich dann noch mehr ausbreiten. Durch die Fütterung von uneinsichtigen Tierfreunden wurden die Tiere noch mehr in die Stadt gelockt.

So wurden die Waschbären auch für Familie Gebauer aus Kassel eine regelrechte Plage. Die Waschbären kletterten nachts von dem Garagendach auf das Hausdach und bogen ein Dachblech zur Seite, um auf den Dachboden zu gelangen. Dort holten sie die Dachisolierungsflocken aus der Wand und machten es sich bequem. So fand Pfarrer Gebauer die ganzen Hinterlassenschaftender Tiere.

Zur Hilfe holte er sich Herrn Becker, der ein Forstbetrieb in Kassel führt und sich auf Waschbären spezialisiert hat. Herr Becker half ihm, die Plagegeister los zu werden, indem er an das Fallrohr der Regenrinne einen Kletterschutz schraubte und auf das Dach einen kleinen elektrischen Zaun setzte. Somit konnte die Familie Gebauer nachts wieder ruhig schlafen, da sie vorher immer wieder von Poltern geweckt wurden.

Die Partei Bündnis90/Grünen steht zu dem Thema Waschbären sehr neutral, aber Uwe Josuttis meinte, man sollte sich bei Problemen mit einem Förster zusammensetzen.

Auch überlegt die Stadtverwaltung in Kassel die gelben Säcke abzuschaffen, damit die Waschbären den Inhalt nicht mehr als Nahrungsmittel nutzen können.

Waschbären sind in ganz Kassel ein großes Thema und werden weiterhin für Diskussionen sorgen.